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Objektbau

Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau

  • Ein Innenhof mit Kiesboden und einfachen, geradlinigen Bänken und Tischen und einer jungen Birke. Das umliegende Gebäude ist nur eingeschossig, die Wände bestehen aus grauen Holzbalken in unterschiedlicher Schrägstellung. Dahinter sind große Glasscheiben zu erkennen.
  • Schrägansicht eines einstöckigen, grauen Gebäudes mit massiver Denken- und Bodenplatte. Dazwischen sind eng aneinandergereiht viele graue Stützen, die in unterschiedlicher Schräge stehen. Das Gebäude steht auf einer Wiese mit frisch gepflanzten Bäumen. Der Himmel ist blau und fast woklenlos.
  • Blick durch die eng stehenden, schrägen Stützen in ein kleines Atrium. Im Vordergrund sind 4 Stützen in Nahaufnahme. Die raue Oberfläche des Holzes ist gut erkennbar. Im Atrium steht ein kleiner Baum in einer Kiesfläche. Die umliegenden Wände sind ebenfalls mit schrägen Stützen verkleidet.
  • Nahaufnahme eines gelblich hell erleuchteten Eingangsbereichs. Im Innenraum ist ein Empfangstresen und ein weitläufiger Raum zu sehen. Vor große Glasscheiben stehen unterschielich schräge Stützen, nicht ganz so eng wie an der Fassade. Links vor dem Eingang im Außenbereich ist ein offenes Atrium mit eine Baum in einem Kiesbett zu sehen.
  • Ein offenes Atrium bei Nacht. Die umlaufenden Stützen sind punktuell hell erleuchtet. In der Mitte des Atriums ist ein Kiesbett mit 2 Bäumen. Außerhalb des Gebäudes sind Büsche und höhere Bäume vor dem dunkelblauen Nachthimmel zu erkennen.

Für den Neubau des Besucherzentrums der KZ-Gedenkstätte Dachau realisierte Aumann Objektbau die prägnante Fassade mit den unterschiedlich schrägen Holzstützen.

»Kein Haus, sondern ein Ort«

Etwa 1.000.000 Menschen aus der ganzen Welt besuchen pro Jahr die KZ-Gedenkstätte im ehemaligen KZ Dachau. Um diesem Besucheraufkommen gerecht zu werden und Informationen möglichst zeitgemäß zur Verfügung zu stellen, entstand 2009 eine neues Besucherzentrum mit Empfangs- und Informationsbereich, Museums-Shop und Restaurant. Das Gebäude sollte dabei auch durch seine Form und Gestaltung an das dunkle Kapitel der Geschichte erinnern, ohne dabei beklemmend zu wirken. Das ausführende Münchner Architekturbüro entwarf deshalb »kein Haus, sondern einen Ort«.

Fassade aus unterschiedlich geneigten Stützen

Auffälligstes Merkmal des Gebäudes ist die Fassade aus in unterschiedlichen Winkeln geneigten Stützen, die die massiven Platten von Boden und Decke verbinden und das Dach tragen. Ausgeführt sind sie in silbrig grau lasiertem, sägerauhem Douglasienholz. 

Kugelkopf-Konstruktion

Die große Herausforderung bestand darin, die einzelnen Stützen so an Boden und Decke anzuschließen, dass sie statisch tragend bleiben, obwohl sie unterschiedliche Schrägen aufweisen. Für diesen Zweck wurde ein spezielles Kugelkopf-System entwickelt, mit dem die Stützen auch nachträglich eingebaut werden konnten. Gleichzeitig ermöglicht es den Austausch einzelner Stützen, sollte dies später notwendig werden.

Projektdaten

Ausgeführte Leistungen

  • Ingenieurholzbau
  • Lieferung & Montage

Auszeichnungen

  • BDA Preis Bayern 2010 
  • Deutscher Architekturpreis 2011 
  • Wessobrunner Architekturpreis 2012

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