Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau
Für den Neubau des Besucherzentrums der KZ-Gedenkstätte Dachau realisierte Aumann Objektbau die prägnante Fassade mit den unterschiedlich schrägen Holzstützen.
»Kein Haus, sondern ein Ort«
Etwa 1.000.000 Menschen aus der ganzen Welt besuchen pro Jahr die KZ-Gedenkstätte im ehemaligen KZ Dachau. Um diesem Besucheraufkommen gerecht zu werden und Informationen möglichst zeitgemäß zur Verfügung zu stellen, entstand 2009 eine neues Besucherzentrum mit Empfangs- und Informationsbereich, Museums-Shop und Restaurant. Das Gebäude sollte dabei auch durch seine Form und Gestaltung an das dunkle Kapitel der Geschichte erinnern, ohne dabei beklemmend zu wirken. Das ausführende Münchner Architekturbüro entwarf deshalb »kein Haus, sondern einen Ort«.
Fassade aus unterschiedlich geneigten Stützen
Auffälligstes Merkmal des Gebäudes ist die Fassade aus in unterschiedlichen Winkeln geneigten Stützen, die die massiven Platten von Boden und Decke verbinden und das Dach tragen. Ausgeführt sind sie in silbrig grau lasiertem, sägerauhem Douglasienholz.
Kugelkopf-Konstruktion
Die große Herausforderung bestand darin, die einzelnen Stützen so an Boden und Decke anzuschließen, dass sie statisch tragend bleiben, obwohl sie unterschiedliche Schrägen aufweisen. Für diesen Zweck wurde ein spezielles Kugelkopf-System entwickelt, mit dem die Stützen auch nachträglich eingebaut werden konnten. Gleichzeitig ermöglicht es den Austausch einzelner Stützen, sollte dies später notwendig werden.
Projektdaten
- Gebäudeart: Besucherzentrum
- Etagen: 1
- Außenmaß: 40 x 40 m
- Architekt:
Ausgeführte Leistungen
- Ingenieurholzbau
- Lieferung & Montage
Auszeichnungen
- BDA Preis Bayern 2010
- Deutscher Architekturpreis 2011
- Wessobrunner Architekturpreis 2012




